Rückblick auf den Netzwerktag Trauerbegleitung

Trauer im Kontext von geistiger Einschränkung und Demenz

Menschen mit einem Handicap und geistigen Einschränkungen, wie z. B. Demenz, werden in Trauersituationen oftmals nicht an die Hand genommen und werden im Trauern außen vorgehalten. Manches Mal aus Überforderung und/oder falscher Scham. Doch auch für sie ist es wichtig, in ihrer Trauer wahrgenommen zu werden. Wie können Menschen mit geistiger Behinderung auf gute Weise im Trauerprozess mitgenommen werden?
Damit beschäftigten sich Trauerbegleiter und Trauerbegleiterinnen am vergangenen Samstag beim Netzwerktag in Rastatt.
Brigitte Wörner, Bildungsreferentin im Bereich Hospiz- und Trauerbegleitung, informierte und sensibilisierte für das Thema mit ihrem Fachwissen und reichem Erfahrungsschatz aus ihren Begleitungen. 
 
Da kreative Wahrnehmung sehr förderlich ist und sich auf Menschen mit kognitiver Einschränkung beruhigend und einordnend auswirken kann, lernten die Teilnehmende auch selbst eine der Methoden direkt ganz praktisch kennen.
Unter der Anleitung von Brigitte Wörner konnten die Teilnehmenden erfahren, wie die Gestaltung einer Erinnerungskiste bei der Trauerbegleitung ein Baustein sein kann.
Die Netzwerktage Trauerbegleitung finden einmal jährlich in Kooperation der Diözesanstellen Ortenau und Mittlerer Oberrhein - Pforzheim im Bildungshaus St. Bernhard in Rastatt statt. Sie geben ehren- und hauptamtlich Mitarbeitenden in der Trauerarbeit die Möglichkeit, sich untereinander auszutauschen, Methoden und Materialien kennen zu lernen und die Herausforderungen in ihrem Engagement zu reflektieren.
 
Die Begleitung trauernder Menschen verlangt viel Empathie, Authentizität und bringt engagierte Menschen manchmal auch an die Grenzen der eigenen Belastbarkeit.
Der Tag in Rastatt bot ihnen die Chance zum kollegialen Austausch und konnte für manche zur Tankstelle für Körper, Geist und Seele werden. 
 
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